Du putzt deine Zähne regelmäßig – und trotzdem kommt immer wieder Karies?
Oder dein Kind hat trotz sorgfältiger Zahnpflege immer wieder Probleme mit den Zähnen?
Dann lohnt sich ein Blick auf etwas, das bei der Mundgesundheit leicht übersehen wird: die Atmung. Gerade Mundatmung und Karies stehen in einem engen Zusammenhang.
Was hat Mundatmung mit Karies zu tun?
Die Verbindung beginnt bei der Mundtrockenheit. Wenn wir regelmäßig durch den Mund atmen, strömt die Luft über die Mundschleimhaut. Besonders nachts kann das über viele Stunden der Fall sein.
Dadurch kann der Mund austrocknen – und genau hier wird die Verbindung zur Zahngesundheit interessant: Speichel ist ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Zahnschutzes.
Bei anhaltender Mundtrockenheit können diese Schutzmechanismen beeinträchtigt werden. Dadurch können sich die Bedingungen im Mund verändern und die Entstehung von Karies und Zahnfleischproblemen begünstigen.
Mundatmung „macht“ also nicht direkt Karies. Entscheidend ist vielmehr, was eine dauerhafte Mundatmung im Mundraum verändert.

Warum atmen manche Menschen überhaupt dauerhaft durch den Mund – obwohl sie eigentlich durch die Nase atmen könnten?
Denn bei einer chronischen Mundatmung ist die Erklärung „Die Nase ist eben verstopft“ nicht immer das Ende der Geschichte. Manchmal lohnt es sich, den Zusammenhang genau andersherum zu betrachten.

Ist die verstopfte Nase wirklich die Ursache der Mundatmung?
Wenn jemand durch den Mund atmet, scheint die Erklärung zunächst ganz einfach: Die Nase ist verstopft – deshalb wird durch den Mund geatmet. Bei einer Erkältung oder einem akuten Infekt ist das völlig nachvollziehbar. Die Mundatmung hilft dann vorübergehend dabei, trotz eingeschränkter Nasenatmung ausreichend Luft zu bekommen.
Anders sieht es aus, wenn die Mundatmung über Wochen, Monate oder sogar Jahre bestehen bleibt.
Denn dann lohnt sich eine andere Frage: Warum ist die Nasenatmung dauerhaft eingeschränkt – und warum bleibt die Mundatmung bestehen, selbst wenn gerade keine Erkältung vorliegt?
Die Nase ist nämlich weit mehr als ein einfacher Luftkanal. Die Nasenschleimhaut erwärmt und befeuchtet die Atemluft, filtert Partikel und ist Teil der lokalen Abwehr in den oberen Atemwegen. Die regelmäßige Nasenatmung trägt damit wesentlich dazu bei, dass die Atemwege unter physiologischen Bedingungen arbeiten können. Welche Rolle die Nasenatmung für die natürlichen Schutzfunktionen der Atemwege spielt, habe ich hier ausführlicher beschrieben.
Wird dagegen über längere Zeit überwiegend durch den Mund geatmet, fehlt der Nase ein Teil ihrer natürlichen Aufgabe. Gleichzeitig können trockene und gereizte Schleimhäute die Atemwege zusätzlich belasten. Mundatmung und eingeschränkte Nasenatmung können sich dadurch gegenseitig verstärken.
Es entsteht ein Kreislauf, der gerade bei einer chronischen Mundatmung problematisch werden kann:
eingeschränkte Nasenatmung → mehr Mundatmung → trockene und gereizte Schleimhäute → Nasenatmung wird schwieriger → noch mehr Mundatmung

Das bedeutet nicht, dass jede verstopfte Nase durch Mundatmung entstanden ist. Allergien, Infekte, anatomische Besonderheiten oder andere Erkrankungen der Nase und oberen Atemwege müssen selbstverständlich berücksichtigt und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.
Aber gerade wenn keine eindeutige organische Ursache vorliegt oder die Mundatmung trotz Behandlung bestehen bleibt, lohnt sich der Blick auf das Atemmuster selbst.
Nasenatmung ist mehr als ein freier Luftweg
Denn Nasenatmung ist nicht nur eine Frage davon, ob Luft durch die Nase hindurchkommt. Sie ist auch ein Atemmuster, an das sich unser Körper gewöhnt.
Wenn wir über lange Zeit überwiegend durch den Mund atmen, kann sich dieses Muster verfestigen. Die Mundatmung wird dann zunehmend selbstverständlich – auch in Situationen, in denen die Nasenatmung grundsätzlich möglich wäre.
Das bedeutet nicht, dass man eine bestehende Nasenatmungsbehinderung einfach „wegtrainieren“ kann. Wenn die Nase dauerhaft verstopft oder anatomisch eingeschränkt ist, sollte zunächst die Ursache abgeklärt werden.
Gleichzeitig ist Nasenatmung nicht ausschließlich eine Frage der Anatomie. Auch die Art und Weise, wie wir atmen, spielt eine Rolle. Ein Atemmuster kann sich verändern und lässt sich unter geeigneten Voraussetzungen auch wieder beeinflussen.
Die gute Nachricht: Mundatmung muss nicht zwangsläufig ein dauerhaftes Atemmuster bleiben.
Wenn Mundatmung zum dauerhaften Atemmuster wird
Eine gelegentliche Mundatmung ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Beim Sport, bei starker körperlicher Anstrengung oder bei einer vorübergehend verstopften Nase kann sie ganz selbstverständlich auftreten.
Anders sieht es aus, wenn Mundatmung zum alltäglichen Atemmuster wird – also über viele Stunden am Tag oder regelmäßig während des Schlafs.
Das kann bei Kindern ebenso vorkommen wie bei Erwachsenen. Manche Kinder haben den Mund im Alltag häufig leicht geöffnet, atmen beim Spielen oder Konzentrieren durch den Mund oder schlafen mit offenem Mund. Bei Erwachsenen fällt eine chronische Mundatmung dagegen manchmal erst durch einen trockenen Mund am Morgen, Mundgeruch, Schnarchen oder eine häufig eingeschränkte Nasenatmung auf.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob jemand gelegentlich durch den Mund atmet, sondern wie häufig und in welchen Situationen dies geschieht.
Was passiert im Mund, wenn ständig durch den Mund geatmet wird?
Der vielleicht offensichtlichste Effekt ist die Mundtrockenheit. Wenn über längere Zeit durch den Mund geatmet wird, strömt die Atemluft ständig über die Mundschleimhaut. Besonders während des Schlafs kann das über viele Stunden der Fall sein.
Manche Menschen bemerken das unmittelbar: Der Mund fühlt sich morgens trocken an, die Lippen sind rissig oder es besteht ein unangenehmer Geschmack im Mund. Auch Mundgeruch kann mit einer verminderten Befeuchtung des Mundraums zusammenhängen.
Doch Mundtrockenheit ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens. Ein ausreichend feuchter Mund ist eine wichtige Voraussetzung für die natürlichen Schutzfunktionen des Speichels.
Speichel befeuchtet die Mundschleimhaut, unterstützt die Selbstreinigung des Mundraums und hilft dabei, Säuren zu neutralisieren. Außerdem enthält er Mineralstoffe, die für die Erhaltung und Remineralisation des Zahnschmelzes wichtig sind.
Wenn der Mund dauerhaft trocken ist, können diese Schutzmechanismen beeinträchtigt sein. Damit können sich die Bedingungen im Mundraum verändern – und genau hier entsteht die Verbindung zwischen Mundatmung und Zahngesundheit.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Mundatmung automatisch Karies verursacht. Karies entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu gehören unter anderem Zahnbelag und die darin enthaltenen Bakterien, die Häufigkeit der Zuckerzufuhr, Mundhygiene und die Menge und Zusammensetzung des Speichels.
Mundtrockenheit kann dabei ein zusätzlicher Risikofaktor sein.
Speichel – der natürliche Schutz für unsere Zähne
Speichel wird oft unterschätzt. Dabei übernimmt er im Mund gleich mehrere wichtige Aufgaben. Er hält die Schleimhäute feucht, unterstützt die Selbstreinigung des Mundraums und hilft dabei, Säuren zu neutralisieren. Außerdem enthält er Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat, die für die Erhaltung und Remineralisation des Zahnschmelzes wichtig sind.
Nach dem Essen können Bakterien im Zahnbelag aus bestimmten Nahrungsbestandteilen Säuren bilden. Diese können Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz herauslösen. Normalerweise wirkt der Speichel diesem Prozess entgegen: Er verdünnt und puffert Säuren und stellt Mineralstoffe zur Verfügung, die anschließend zur Remineralisation beitragen können.
Deshalb hängt das Kariesrisiko nicht nur davon ab, wie häufig Zucker und andere fermentierbare Kohlenhydrate aufgenommen werden oder wie gut die Zähne gereinigt werden. Auch die natürlichen Schutzmechanismen des Mundes spielen eine wichtige Rolle – und damit auch der Speichel.
Bei ausgeprägter Mundtrockenheit kann dieses Gleichgewicht beeinträchtigt sein. Mundtrockenheit ist deshalb ein zusätzlicher Faktor, der bei der Frage nach dem Kariesrisiko berücksichtigt werden sollte.
Das bedeutet nicht, dass Mundatmung automatisch Karies verursacht. Karies entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren – unter anderem Zahnbelag, Ernährung, Mundhygiene und Speichel.

Mundtrockenheit kann jedoch ein zusätzlicher Risikofaktor sein.
Gerade bei Kindern kann dieser Zusammenhang leicht übersehen werden. Denn Eltern achten verständlicherweise zuerst darauf, ob und wie gründlich die Zähne geputzt werden. Wenn trotzdem immer wieder Karies entsteht, kann es deshalb sinnvoll sein, auch über die Zahnpflege hinauszuschauen: Wie atmet das Kind eigentlich – auch im Schlaf?
Mehr über die möglichen Folgen chronischer Mundatmung bei Kindern und warum die Ursache dabei entscheidend ist, erfährst du hier: Mundatmung bei Kindern: Die unterschätzten Folgen und warum die Behandlung der Ursache so wichtig ist.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist eine Studie von 2024, die zeigen konnte, dass bei Vorschulkindern mit Mundatmung das Kariesvorkommen und die -intensität fast doppelt so hoch ist wie bei Kindern, die durch die Nase atmeten.
Karies trotz Zähneputzen – kann die Atmung eine Rolle spielen?
Wenn trotz sorgfältiger Zahnpflege immer wieder Karies entsteht, ist das verständlicherweise frustrierend – bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Denn Zähneputzen ist zwar ein zentraler Bestandteil der Kariesvorbeugung, aber Zahngesundheit hängt von mehreren Faktoren ab.
Dazu gehören unter anderem Ernährung, Mundhygiene und die individuelle Zusammensetzung des oralen Mikrobioms. Auch die Menge und Zusammensetzung des Speichels spielen eine wichtige Rolle. Und genau hier kann die Atmung ins Spiel kommen.
Wer dauerhaft durch den Mund atmet, setzt die Mundschleimhaut über viele Stunden einem kontinuierlichen Luftstrom aus. Besonders nachts kann dadurch eine ausgeprägte Mundtrockenheit entstehen. Der Speichel kann seine schützenden Funktionen dann unter ungünstigeren Bedingungen erfüllen.
Das bedeutet nicht, dass Mundatmung automatisch Karies verursacht. Sie kann jedoch einen zusätzlichen Faktor darstellen, der das natürliche Gleichgewicht im Mundraum ungünstig beeinflusst.
Wenn also trotz guter Zahnpflege immer wieder Karies auftritt, lohnt sich manchmal ein Blick über die Zähne hinaus: Wie ist die Mundhygiene? Wie sieht die Ernährung aus? Gibt es Hinweise auf Mundtrockenheit – und atmet die betroffene Person häufig durch den Mund?
Gerade bei Kindern kann diese Frage interessant sein. Denn Mundatmung fällt Eltern manchmal eher durch andere Hinweise auf – etwa durch einen morgens trockenen Mund, offene Lippen im Schlaf, Schnarchen oder eine häufig eingeschränkte Nasenatmung.
Woran lässt sich häufige Mundatmung erkennen?
Mundatmung fällt nicht immer sofort auf. Besonders wenn sie sich über längere Zeit entwickelt hat, wird sie häufig als ganz normal empfunden. Es gibt jedoch einige Hinweise, die darauf aufmerksam machen können.
Typische Hinweise bei Erwachsenen und Kindern:
- Der Mund steht im Alltag häufig offen.
- Es wird beim Schlafen durch den Mund geatmet.
- Der Mund ist morgens trocken.
- Die Lippen sind häufig trocken oder rissig.
- Es besteht häufiger Mundgeruch.
- Es wird regelmäßig geschnarcht. Schnarchen kann dabei auch ein Hinweis auf schlafbezogene Atemstörungen sein.
- Die Nasenatmung fühlt sich oft eingeschränkt an.
- Beim Sport oder bei Konzentration wird schnell auf Mundatmung gewechselt.
Bei Kindern können zusätzlich Eltern beobachten, dass ihr Kind häufig mit offenem Mund schläft, schnarcht oder morgens einen auffallend trockenen Mund hat. Gerade wenn zusätzlich Schnarchen oder unruhiger Schlaf auftreten, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf den Zusammenhang zwischen Atmung und Schlaf bei Kindern. Bei Erwachsenen werden dieselben Hinweise manchmal erst nach Jahren als zusammenhängendes Atemmuster erkannt.
Ein einzelnes dieser Merkmale bedeutet allerdings noch nicht, dass eine chronische Mundatmung vorliegt. Entscheidend ist das Gesamtbild – insbesondere dann, wenn mehrere Hinweise regelmäßig zusammen auftreten.
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Was tun bei häufiger Mundatmung?
Wenn Mundatmung regelmäßig auftritt, sollte zunächst die Ursache betrachtet werden. Eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung kann beispielsweise durch Allergien, Infekte oder anatomische Besonderheiten entstehen und sollte gegebenenfalls ärztlich bzw. HNO-ärztlich abgeklärt werden.
Wenn die Nase grundsätzlich frei ist, die Mundatmung aber trotzdem zur Gewohnheit geworden ist, kann es sinnvoll sein, das eigene Atemmuster genauer zu betrachten.
Hier kann Atemtherapie bzw. gezieltes Atemtraining ansetzen: nicht indem die Mundatmung einfach unterdrückt wird, sondern indem die Voraussetzungen für eine möglichst natürliche Nasenatmung und ein funktionelles Atemmuster verbessert werden.
Besonders bei Kindern sollte eine anhaltende Mundatmung nicht einfach als Gewohnheit abgetan werden. Hier kann eine entsprechende Abklärung sinnvoll sein.
Mehr über Nasenatmung und ihre Bedeutung erfahren
Fazit: Kann Mundatmung Karies begünstigen?
Mundatmung verursacht zwar nicht direkt Karies. Sie kann jedoch zu einer verstärkten Mundtrockenheit führen und dadurch die natürlichen Schutzmechanismen des Mundraums beeinträchtigen.
Karies entsteht immer durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Wenn jedoch trotz guter Zahnpflege wiederholt Karies auftritt und gleichzeitig häufige Mundatmung, trockener Mund oder eine eingeschränkte Nasenatmung bestehen, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick auf die Atmung.
Gerade bei Kindern – aber auch bei Erwachsenen – kann es also sinnvoll sein, nicht nur auf die Zähne, sondern auch auf das Atemmuster zu achten.
Mundatmung kann dabei nicht nur die Mundgesundheit betreffen. Auch die Körperhaltung kann mit dem Atemmuster zusammenhängen. Wie Mundatmung, Kopfhaltung, Nacken und Wirbelsäule miteinander verbunden sind, erkläre ich ausführlich im neuen Beitrag Mundatmung und Körperhaltung.
Häufige Fragen
Kann Mundatmung Karies verursachen?
Mundatmung verursacht Karies nicht unmittelbar, kann aber die Entstehung von Karies begünstigen. Durch häufige oder dauerhafte Mundatmung kann der Mund stärker austrocknen. Dadurch können wichtige Schutzfunktionen des Speichels beeinträchtigt werden – unter anderem die Befeuchtung und Selbstreinigung des Mundraums, die Neutralisation von Säuren und die Remineralisation des Zahnschmelzes.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit untersuchte den Zusammenhang zwischen Mundatmung und Karies bei Kindern und Jugendlichen und fand Hinweise auf einen Zusammenhang, insbesondere bei bestimmten Kariesstadien [zur Studie auf PubMed].
Da Karies durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren entsteht, ist Mundatmung dabei nicht die alleinige Ursache, kann aber einen zusätzlichen Risikofaktor darstellen. Besonders relevant kann das bei ausgeprägter Mundtrockenheit und nächtlicher Mundatmung sein.
Kann Mundatmung bei Kindern Karies begünstigen?
Ja, auch bei Kindern kann häufige Mundatmung die Zahngesundheit ungünstig beeinflussen. Gerade während des Schlafs kann eine dauerhaft offene Mundhaltung zu trockenen Schleimhäuten und einem trockenen Mund führen. Dadurch können die natürlichen Schutzmechanismen des Speichels unter ungünstigeren Bedingungen arbeiten.
Wenn ein Kind trotz guter Zahnpflege wiederholt Karies entwickelt und gleichzeitig häufig mit offenem Mund schläft, schnarcht, morgens einen trockenen Mund hat oder überwiegend durch den Mund atmet, kann es deshalb sinnvoll sein, neben Zahnpflege und Ernährung auch die Atmung mit in den Blick zu nehmen.
Mundatmung ist dabei nicht automatisch die Ursache der Karies – sie kann jedoch ein bislang übersehener zusätzlicher Faktor sein.
Warum habe ich trotz Zähneputzen immer wieder Karies?
Gute Zahnpflege ist ein wichtiger Schutz vor Karies, aber sie ist nicht der einzige entscheidende Faktor. Auch Ernährung, Zahnbelag, orale Bakterien und insbesondere die Menge und Zusammensetzung des Speichels beeinflussen das Kariesrisiko.
Wenn trotz sorgfältiger Zahnpflege immer wieder Karies auftritt, kann deshalb ein Blick auf die gesamten Bedingungen im Mund sinnvoll sein. Besteht gleichzeitig häufige Mundtrockenheit oder Mundatmung, kann die Atmung dabei eine Rolle spielen. Dauerhafte Mundatmung kann die Befeuchtung des Mundraums beeinträchtigen und damit einen zusätzlichen Risikofaktor für die Zahngesundheit darstellen.
Was kann man gegen chronische Mundatmung tun?
Zunächst sollte geklärt werden, warum die Mundatmung überhaupt besteht. Eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung kann beispielsweise mit Allergien, chronischen Schleimhautschwellungen oder anatomischen Besonderheiten zusammenhängen und sollte gegebenenfalls ärztlich bzw. HNO-ärztlich abgeklärt werden.
Ist die Nasenatmung grundsätzlich möglich, hat sich die Mundatmung aber als Gewohnheit oder Atemmuster etabliert, kann es sinnvoll sein, das Atemmuster gezielt zu verändern und die Nasenatmung wieder stärker in den Alltag zu integrieren. Dabei geht es nicht darum, den Mund einfach gewaltsam geschlossen zu halten, sondern die Voraussetzungen für eine natürliche und funktionelle Nasenatmung zu verbessern.
Gerade bei Kindern sollte eine länger bestehende Mundatmung nicht einfach als schlechte Angewohnheit abgetan werden. Hier kann eine entsprechende Abklärung besonders sinnvoll sein.
Kostenloses Erstgespräch
Mundatmung kann viele unterschiedliche Ursachen haben – von einer eingeschränkten Nasenatmung bis hin zu einem über Jahre verfestigten Atemmuster. Deshalb lohnt sich eine individuelle Betrachtung.
In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Situation und klären, welche Faktoren hinter der Mundatmung stehen könnten und ob Atemtherapie, Übungen zur Verbesserung der Nasenatmung oder andere Maßnahmen für Sie sinnvoll sein können.
