
Werde Atemtherapeut:in oder Atemcoach
Nächster Ausbildungsstart: 24. Januar 2027
Frühbucherpreis bis 31. Oktober 2026
Details zur Ausbildung
Diese fundierte Ausbildung vermittelt tiefgehendes Wissen und praxisnahe Methoden der Atemtherapie.
Sie richtet sich an Therapeut:innen, Heilpraktiker:innen, Coaches sowie alle, die Atemarbeit professionell oder zur persönlichen Entwicklung nutzen möchten.
Die nächste Ausbildungsrunde startet am 24. Januar 2027!
„Diese Ausbildung ist für alle, die den Atem gezielt zur Heilung, Selbstregulation oder persönlichen Transformation nutzen möchten – für sich selbst und andere.“
Dr. phil. Roman Sieler
Mehr über den Dozenten erfahren →
Diese Ausbildung kann ich absolut empfehlen – ich habe unfassbar viel gelernt!
Ines
Mehr Stimmen & Testimonials →Die Anatomie der Transformation
Der Atem als Brücke zwischen Wissenschaft und Intuition, Körper und Geist.
Die messbare Kraft des Atems
Der Atem beeinflusst nachweislich unser Nervensystem, unsere Hormone und unsere mentale Verfassung. Moderne Forschung zeigt, wie gezielte Atemtechniken Stress reduzieren, die Selbstregulation stärken und sogar Heilungsprozesse unterstützen.
Atemtherapie & Atemcoaching verbinden diese wissenschaftlichen Erkenntnisse mit konkreten Methoden, die im therapeutischen Kontext direkt anwendbar sind.


Tor zur inneren Dimension
Doch Atmung ist viel mehr als reine Biochemie – sie ist der direkte Ausdruck von Lebensenergie, tiefer Verbindung und reinem Bewusstsein.
In vielen Traditionen gilt der Atem als Brücke zwischen Körper, Geist und Seele. Wer die Atmung bewusst lenkt, kann tiefe innere Prozesse anstoßen, emotionale Blockaden lösen und echtes, spirituelles Wachstum fördern.
Verbindung statt Trennung
Diese Ausbildung schlägt die entscheidende Brücke zwischen harter Wissenschaft und feiner Intuition – fundierte Atemtechniken vereint mit der tiefen, inneren Dimension des Atems.
Sie richtet sich an alle, die lernen möchten, den Atem gezielt für Heilung, Selbstregulation und persönliche Transformation zu nutzen – für sich selbst und andere.

Warum Atemtherapie? Warum Atemcoaching?
Warum Atemtherapie? Warum Atemcoaching?

Essenziell in Therapie & Coaching
Atemtechniken sind zentral bei Angst, Trauma, Erschöpfung und Persönlichkeitsentwicklung. Wer mit Menschen arbeitet, sollte den Atem als kraftvolles Werkzeug verstehen und nutzen.
Schlüssel zur Selbstregulation
Atmung verbindet Körper, Geist und Emotionen. Studien zeigen: Gezielte Atemtechniken reduzieren Stress, regulieren das Nervensystem und unterstützen Heilungsprozesse – allein oder ergänzend zu anderen Methoden.
Eigene Zentrierung als Fundament
Wie führen wir andere, wenn wir selbst nicht zentriert sind? Die eigene Atemregulation ist essenziell für nachhaltige Transformation – für dich und deine Klient:innen.
Lerne, den Atem gezielt einzusetzen – für dich und deine Arbeit.
Für wen ist die Ausbildung Atemtherapie / Atemcoaching geeignet?
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Therapeutisch Tätige & beratende Berufe
Heilpraktiker:innen, Psychotherapeut:innen, Coaches, Berater:innen und Menschen aus dem Gesundheits- und Mentalbereich, die Atemtechniken gezielt zur Unterstützung von Klient:innen einsetzen möchten – sei es zur Stressbewältigung, Trauma-Arbeit oder für mehr emotionale Balance.
Körperorientierte Berufe & Bewegungsexperten
Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Osteopath:innen, Yogalehrer:innen, Pilates- und Tanztrainer:innen sowie body workers, die den Atem gezielt zur Förderung von Beweglichkeit, Körperbewusstsein und Regeneration integrieren möchten.
Sport-, Fitness- & Performance-orientierte
Athlet:innen, Sportwissenschaftler:innen, Personal Trainer, Fitness- und Bewegungstherapeut:innen, die den Atem als leistungssteigerndes Tool zur besseren Regeneration, mentalen Fokussierung und Stressreduktion nutzen wollen.
Persönliche Entwicklung & Selbsterfahrung
Menschen, die ihre eigene Atmung bewusster erleben, Stress reduzieren und innere Balance finden möchten – egal, ob für mehr Micro-Energie im Alltag, bessere Schlafqualität oder tiefe meditative und spirituelle Erfahrungen.
Atemtherapie & Atemcoaching: Warum gerade jetzt?
Atemtherapie & Atemcoaching:
Warum gerade jetzt?
Gefragter denn je – zu Recht!
Immer mehr Menschen suchen nach effektiven Wegen, um mit Stress, Angst und Erschöpfung umzugehen – und der Atem steht dabei im Mittelpunkt. Die Nachfrage nach fundierter Atemarbeit wächst rasant.
Breathwork ist ein globaler Trend – doch kaum jemand versteht genau, warum und wie es wirkt. Diese Ausbildung bietet dir den tiefen Einblick hinter die Kulissen: Deine Chance, den Atem ganzheitlich zu begreifen.
Wissenschaft bestätigt die Wirksamkeit
Studien zeigen unmissverständlich: Atemtechniken beeinflussen das Nervensystem direkt, regulieren Emotionen und unterstützen tief sitzende Heilungsprozesse. Atemarbeit ist kein flüchtiger Trend – sie ist eine bewährte, fundierte Methode für die Praxis.

Viel mehr als „nur breathwork“
Fundiertes Wissen, sichere Anwendung
Viel mehr als „nur Breathwork“
Fundiertes Wissen, sichere Anwendung
Atemarbeit ist weit mehr als das bloße Aneinanderreihen von Techniken. Es erfordert das tiefe Verständnis anatomischer, physiologischer und energetischer Prozesse, um Menschen wirklich sicher und nachhaltig durch ihre Prozesse zu leiten.


Individuelle, sichere und kreative Atemarbeit
Viele Breathwork-Ausbildungen lehren starre Techniken, aber nicht, wie man sie sicher und gezielt auf den Einzelnen anpasst. Hier lernst du, Atemmethoden individuell zu modifizieren und bewusst auszuwählen – für eine effektive, maßgeschneiderte und absolut sichere Begleitung.
Mehr als Tools – echte Kompetenz
Du wirst nie wieder in vorgefertigten, mechanischen Kategorien wie 4-7-8 oder Box Breathing denken. Stattdessen lernst du eine direktere, tiefere Methode, um Zugang zum Atem zu finden und ihn effektiv zu nutzen – für deine persönliche Transformation oder die deiner Klient:innen.
Du verstehst die universellen Prinzipien hinter der Atemarbeit und kannst so intuitive, maßgeschneiderte Ansätze entwickeln, die echte, tiefgreifende Veränderung bewirken.
Zeitplan & Struktur der Ausbildung
Die Ausbildung Atemtherapie / Atemcoaching erstreckt sich über mehrere Monate und umfasst insgesamt 55 Zeitstunden Live-Unterricht. Die Ausbildung verbindet 11 Intensivtermine am Sonntag mit einer wöchentlichen Atempraxis am Montagabend. So verbinden sich fundierte Theorie, Methodik, praktische Anwendung, Selbsterfahrung und kontinuierliche Atempraxis.
24. Januar 2027
Start der neuen Ausbildungsrunde
55 Stunden
Interaktive Live-Ausbildung mit Theorie, Praxis und Selbsterfahrung
24. Januar – 28. Juni 2027
Ausbildung über mehrere Monate · inklusive Abschlusszertifikat
Unterrichtszeiten
Die Live-Sessions sind so gelegt, dass sie sich optimal in den Alltag und Beruf integrieren lassen.
→ Die Ausbildungsblöcke verbinden Theorie, Methodik, praktische Übungen, Fallarbeit und Selbsterfahrung.
→ Eine Stunde für gemeinsame Atempraxis, Selbsterfahrung, Integration und Vertiefung.
Wöchentlicher Zeitaufwand
Kalkuliere zusätzlich zu den Live-Terminen ca. 1–2 Stunden pro Woche für deine persönliche Praxis und Vertiefung ein.
Individuelle Atem-Supervision
Neben den gemeinsamen Ausbildungs- und Atempraxis-Terminen erhältst du eine individuelle 60-minütige Atem-Supervision mit mir persönlich.
Du kannst deine eigenen Erfahrungen und deine Atempraxis reflektieren, konkrete Atemübungen besprechen, Fragen und Unsicherheiten klären oder die Übertragung des Gelernten in deinen beruflichen Kontext anschauen.
Termine & Ausbildungsablauf
Die Ausbildung verbindet Intensivtermine am Sonntag mit einer wöchentlichen Atempraxis am Montagabend. So entsteht über mehrere Monate ein kontinuierlicher Lern-, Praxis- und Entwicklungsprozess.
Alle Termine der Ausbildungsrunde 2027 anzeigen
Die Intensivtermine am Sonntag finden grundsätzlich im 14-tägigen Rhythmus statt. Die Atempraxis findet wöchentlich montags von 19:00–20:00 Uhr statt.
Oster- und Pfingstsonntag sind ausbildungsfrei. Auch an Ostermontag und Pfingstmontag findet kein Unterricht statt.
Januar 2027
Februar 2027
März 2027
April 2027
Mai 2027
Juni 2027
Dr. phil. Roman Sieler
Seit über 15 Jahren begleitet mich die Faszination für die Kraft des Atems. Meine Expertise umfasst ein breites Spektrum – von traditionellem Pranayama, das ich in Indien erlernen durfte, über die Buteyko-Methode bis hin zu moderner, integrativer Atemarbeit.
Als Heilpraktiker mit Fokus auf atemtherapeutische Methoden behandle ich täglich Patient:innen bei einer Vielzahl an Beschwerden und schöpfe hieraus aus einem tiefen, lebendigen Erfahrungsschatz.
Meine Begeisterung für das Lehren begleitete mich unter anderem als Dozent an Universitäten. Diese Ausbildung vereint dieses fundierte, akademische Wissen mit jahrelanger therapeutischer Praxis. Mein Ziel ist es, dass du Techniken nicht nur lernst, sondern sie fundiert, sicher, verantwortungsvoll und mit Tiefe und Freude anwenden kannst.
„Nicht zuletzt steht während dieser Ausbildung auch deine ganz eigene, persönliche Transformation mit und durch den Atem im Vordergrund.“

Was dich erwartet & deine Investition
Das Komplettpaket deiner Ausbildung
Während dieser Ausbildung erhältst du alles, was du für eine sichere und erfolgreiche Praxis benötigst:
- 55 Stunden Live-Ausbildung
Interaktive Sessions für direktes Feedback und tiefes Verständnis.
- Theorie & Praxis perfekt kombiniert
Wissenschaftlich fundierte Methodik trifft auf intensive Selbsterfahrung.
- Zertifikat über die Ausbildung in Atemtherapie / Atemcoaching Dein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung.
- Persönliche Betreuung durch Experten
Direkter Mentor-Zugang zu Dr. Roman Sieler während der gesamten Laufzeit.
- Entwicklung deiner individuellen Atempraxis
Du lernst Werkzeuge maßgeschneidert auf dich und deine Klient:innen anzupassen.
Ausbildung Atemtherapie
Gültig bei Anmeldung bis zum 31. Oktober 2026
Ratenzahlung möglich: Wir halten dir den Rücken frei. Sprich uns einfach auf eine flexible Ratenzahlung an.
Was Teilnehmer:innen sagen

Der Atem ist das Kostbarste, was wir haben. Diese Ausbildung kann ich jedem empfehlen, weil sie uns verdeutlicht, was richtiges Atmen bewirken kann.
Die Module im Überblick
01 Modul 1 Einführung in die Atemtherapie & Breathwork
Modul 1: Einführung in die Atemtherapie & Breathwork
Im ersten Modul legen wir das fundamentale theoretische, geschichtliche und philosophische Fundament deiner Ausbildung. Wir klären präzise Definitionen und beleuchten die essenziellen Unterschiede zwischen klassischer Atemtherapie und modernem Breathwork. Ein tiefgehender Schwerpunkt liegt auf der historischen Entwicklung – von jahrtausendealten weltweiten Traditionen und spirituellen Konzepten bis hin zu den modernen westlichen Pionieren der Körperpsychotherapie.
Dieses Modul schafft das unerschütterliche Basiswissen für ein tiefes Verständnis des Atems als Brücke zwischen Körper, Geist und Psyche.
Inhalte dieses Moduls
- Definitionen & Abgrenzung
- Atemtherapie
- Breathwork
- Der Unterschied zwischen Breathwork und Atemtherapie
- Atemwahrnehmung und Atemkontrolle
- Grundlagen der Atemwahrnehmung und Atemkontrolle
- Drei verschiedene Ebenen der Atemkontrolle
- Wahrnehmung und der Atem
- Vertiefung: Atemwahrnehmung und Atemkontrolle
- Geschichtliche Entwicklung des Atems
- Der Atem als Brücke zwischen Körper und Geist
- Traditionen des Atems weltweit: Qigong
- Indische Tradition: Einführung & Pranayama
- Pneuma im antiken Griechenland
- Nafs im arabischen Raum und im Sufismus
- Nefesh & Ruach in der hebräischen Bibel und im Judaismus
- Spiritus & Lebensodem
- Schamanistische Traditionen
- Überblick über atemtherapeutische Ansätze
- Allgemeiner Überblick
- Ilse Middendorf & Der erfahrbare Atem nach Middendorf
- Methode nach Schlaffhorst und Andersen
- Buteykotherapie
- Holotropes Atmen nach Grof
- Rebirthing nach Leonard Orr
- Wilhelm Reichs Körperpanzer
- Atemtherapie und Medizin
- Atemphysiotherapie
- Reflektorische Atemtherapie (RAT)
02 Modul 2 Grundlagen der Atemtherapie und des Atemcoachings
Modul 2: Grundlagen der Atemtherapie und des Atemcoachings
Dieses Modul beschäftigt sich intensiv mit der tiefen biochemischen und psychosomatischen Verbindung zwischen Atmung, Körper und Psyche. Der Atem beeinflusst nicht nur unsere körperlichen Prozesse, sondern ist auch der Schlüssel zu unseren Emotionen, zur Stressverarbeitung und zum Lösen innerer Blockaden. Wir erkunden praxisnah, wie Atemtechniken helfen können, tiefe Spannungen abzubauen, Selbstwertprobleme anzugehen und das Nervensystem nachhaltig zu regulieren.
Darüber hinaus widmen wir uns den exakten physiologischen und anatomischen Grundlagen der Atmung. Du lernst die fundamentale Rolle der Nase, des Zwerchfells sowie des vegetativen Nervensystems kennen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Biochemie des Atems (CO₂, O₂), verschiedenen Atemmustern sowie dem Verständnis transformativer Atemtechniken als Basis für therapeutische Ansätze.
Inhalte dieses Moduls
- Atem als Brücke zwischen Körper und Psyche
- Psychosomatische Blockaden: Das Thema „Loslassen“ in der Praxis
- Atemreisen und geführte Body Scans zur Körperintegrierung
- Atemmuster bei emotionalen Mustern: Schüchternheit, Angst vor Verletzung, Überforderung und Stress
- Therapeutische Ansätze bei Selbstwertproblemen, Verspannungen, Schuldgefühlen, Trauer und Depression
- Wahrnehmung und Atmung (Die Ebenen der Interozeption)
- Introspektion: Die bewusste Selbstbeobachtung des Atems
- Sensorik: Die feine Wahrnehmung von Umweltreizen
- Propriozeption: Wahrnehmung der Körperlage und Bewegung im Raum
- Interozeption: Das Erspüren innerer Körperzustände und Organfunktionen
- Anatomie & Physiologie des Atemsystems
- Aufbau des Atmungssystems im therapeutischen Kontext
- Physiologie und Gefäßversorgung der Nase
- Das Phänomen des Nasenzyklus (An- und Abschwellen der Schleimhäute)
- Der Atemwiderstand der Nase und seine Bedeutung
- Geruch, Geschmack und die neuronale Oszillation des Gehirns via Nasenatmung
- Einfluss der Nasenatmung auf das limbische System und kognitive Prozesse (Denken)
- Nasen- vs. Mundatmung und die Auswirkungen auf das Mikrobiom
- Das Flimmerepithel der Bronchien und der Bau der Alveolen
- Atmung und vegetatives Nervensystem
- Hormonelle und neuronale Regulierung des Nervensystems
- Aktivierung und Beruhigung durch Einatmung (Inspiration) und Ausatmung (Expiration)
- Die Wissenschaft der Herzratenvariabilität (HRV) und Respiratorischen Sinusarrhythmie (RSA)
- Das Zwerchfell (Diaphragma) und der Beckenboden
- Physiologie und Wirkungsweise der Haupt- und Atemhilfsmuskulatur
- Aufgaben des Zwerchfells: Lymphknotenstimulation und Organwirkung im Abdomen
- Zwerchfellatmung und ihre Auswirkung auf den Blutkreislauf
- Das funktionelle Wechselspiel zwischen Zwerchfell und Beckenboden
- Pathologien des Beckenbodens und Übungen zur Synchronisierung mit der Atmung
- Die tragende Wichtigkeit der vollständigen Ausatmung
- Körperhaltung, Atemmechanik & Phänomene
- Zusammenhang von Körperhaltung und Atmung: Horizontale vs. vertikale Atmung
- Durchtrittstellen im Zwerchfell und das Thema Reflux (Sodbrennen)
- Besondere Atemphänomene: Seitenstechen, Schluckauf und physiologische Seufzer
- Biochemie des Atems & CO₂-Steuerung
- Gasaustausch in den Alveolen und Störungen im pH-Wert des Blutes
- Die fundamentale biologische Funktion von CO₂
- Das Zusammenspiel von Sauerstoff und CO₂: Der Bohr- und Haldane-Effekt
- Der Teufelskreis der chronischen Überatmung (Hyperventilation)
- Atemfrequenz und respiratorische Atemgrößen
- Atemzentrum, Atemsteuerung und die Rolle der Chemorezeption
- Atemtypen & Transformative Techniken
- Physiologische Atmungstypen im Vergleich
- Pathologische, paradoxe und inverse Atmung erkennen
- Einführung in transformative Atemtechniken
- Die funktionelle Atmung als unerschütterliche therapeutische Grundlage
03 Modul 3 Krankheitsbilder in der Atemtherapie & Themen der Atemberatung
Modul 3: Krankheitsbilder in der Atemtherapie & Themen der Atemberatung
Dieses Modul widmet sich der fundierten atemtherapeutischen Begleitung bei klinischen, psychosomatischen und chronischen Krankheitsbildern. Im ersten Teil erlernen wir den tiefgehenden therapeutischen Umgang mit stressbedingten Beschwerden, Angststörungen, Panikattacken und dem Hyperventilationssyndrom. Du erfährst, wie Atemtechniken zur akuten Symptomregulierung genutzt werden und meisterst erprobte Notfalltechniken.
Der zweite Teil fokussiert sich intensiv auf chronische Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma bronchiale, um die Atemmechanik sowie die verbliebene Lungenfunktion nachhaltig zu verbessern. Im dritten Teil stehen akute Atemwegsinfekte sowie die modernen, komplexen Herausforderungen von Post- und Long-COVID im Fokus, begleitet von komplementären naturheilkundlichen Ansätzen zur pulmonalen Selbstregulation.
Inhalte dieses Moduls
- Teil 1: Psychosomatische & stressbedingte Erkrankungen
- Angst, Panikstörungen & psychiatrische Erkrankungen: Neurowissenschaftliche Grundlagen, die Verknüpfung von Angst, Atmung und CO₂-Spiegel sowie Evidenz von Atemtechniken.
- Das Hyperventilationssyndrom: Pathologie des akuten/chronischen Überatmens, Symptomatik und Verhaltensmuster.
- Therapeutische Ansätze & neurovegetative Regulation: Wahrnehmung vs. Kontrolle, vegetative Beeinflussung (Suryabhedana/Chandrabhedana), Kohärenzatmung und die biochemische Wirkung von „low, slow, deep“-Atmung.
- Notfalltechniken & Akut-Praxis: Expirationsverlängerung, physiologischer Seufzer, Brahmari, Atemwiderstände und Federatmung.
- Stressphysiologie: Definitionen, Stressoren und Rückkopplungsschleifen.
- Teil 2: Chronische Atemwegserkrankungen
- Klinische Krankheitsbilder: Pathophysiologie von Asthma bronchiale und COPD/Lungenemphysem sowie Strategien zur Entlastung der Atemhilfsmuskulatur.
- Spezifische Atemtechniken: Lippenbremse, PEP-Systeme, Bewegung- und Atemübungen sowie Anwendung der Buteyko-Methode.
- Teil 3: Akute, funktionelle & postvirale Atemwegserkrankungen
- Klassifizierung & naturheilkundliche Begleitung: Interventionen bei Infekten/Bronchitis sowie Differenzierung zwischen akuten, chronischen, allergischen und funktionellen Beschwerden.
- Post-COVID & Long-COVID: Klinische Übersicht und atemtherapeutische Ansätze zur Wiederherstellung des Atemvolumens und Linderung von Fatigue.
04 Modul 4 Heilsame und therapeutische Atemtechniken und Verfahren
Modul 4: Heilsame und therapeutische Atemtechniken und Verfahren
Dieses Modul bietet eine tiefgehende, praxisorientierte Werkschau über die mächtigsten atemtherapeutischen Techniken und Interventionsverfahren weltweit. Wir analysieren klinische und funktionelle Fehlatmungsformen, um Atemmuster präzise diagnostizieren und korrigieren zu können. Neben den klassischen atemtherapeutischen Ansätzen meisterst du das traditionelle yogische System des Pranayama, energetische Kriyas und den gezielten Einsatz von Muskel- und Energieverschlüssen (Bandhas).
Darüber hinaus evaluieren wir moderne, wissenschaftlich erforschte Methoden wie die Wim-Hof-Atemtechnik und das Buteyko-Verfahren. Den Abschluss bildet die faszinierende psychodynamische Atemarbeit der Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich. Konkrete Fallbeispiele und Leitfäden helfen dir dabei, maßgeschneiderte, individuelle Atempraxen für deine Klienten zu konzipieren.
Inhalte des Moduls
- Klinische und funktionelle Atemmuster (Diagnostik & Korrektur):
- Analyse pathologischer Atmungsformen, Differenzierung von Atemtypen (Bauch, Flanke, Klavikular), Kinematik und Korrektur von Fehlatmungen.
- Themen: Chronische Mundatmung, Schlafstörungen (Apnoe), unbewusste Atempausen und Fixierungen.
- Traditionelles Pranayama:
- Vertiefung in Kevala Kumbhaka, Dhirga Pranayama, Nadi Shodhana (Wechselatmung) und gezielte vegetative Steuerung über solare/lunare Pfade.
- Shadkarmas, Kriyas und Bandhas:
- Reinigungstechniken (Jalaneti, Nauli Kriya).
- Spezifische Atemtechniken (Shitali, Ujjayi, Bhastrika, Brahmari, Simhasana).
- Die Kunst der Bandhas (Mula, Uddiyana, Jalandhara, Maha Bandha) und Bahya Pranayama.
- Moderne, evidenzbasierte Atemmethoden:
- Wim-Hof-Methode (Physiologie & Adrenalin), Holotropes Atmen (Transpersonale Erfahrung) und das Buteyko-Verfahren (Volumen-Reduzierung, Philosophie & Implementierung).
- Wilhelm Reich & Körperpsychotherapie:
- Theorie der neuromuskulären Charakterpanzerung und Atemarbeit zur emotionalen Entladung.
- Praxisnahe Anwendung & Konzeption:
- Klinische Fallbeispiele (Mundatmung, Angst, Trauma, Reizdarm).
- Didaktik zur Erstellung nachhaltiger, maßgeschneiderter Atempraxen für Klienten.
05 Modul 5 Wirkung und Bewertung atemtherapeutischer Techniken
Modul 5: Wirkung und Bewertung atemtherapeutischer Techniken
Dieses Modul bietet einen tiefen wissenschaftlichen und evidenzbasierten Einblick in die konkrete Wirkung und differenzierte Bewertung atemtherapeutischer Interventionen bei spezifischen klinischen Indikationen. Wir beleuchten den therapeutischen Nutzen bei gastrointestinalen Beschwerden, Migräne und neurologischen Dysregulationen. Ein zentraler, hochaktueller Schwerpunkt liegt auf dem myofunktionellen Training zur Behandlung von Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe.
Darüber hinaus analysieren wir den Einfluss hoch- vs. niedrigfrequenter Atemmuster auf den Organismus, definieren klare Kontraindikationen für die therapeutische Praxis und widmen uns der individuellen Anpassung von Atemroutinen für unterschiedliche Zielgruppen (wie Sportler oder Kinder). Der umfangreiche Anhang liefert zudem einen fundierten Überblick über moderne mechanische Hilfsmittel zur Förderung der gesundheitsessenziellen Nasenatmung.
Inhalte des Moduls
- Psychosomatische & Neurologische Indikationen:
- Atemtherapie als Regulator bei Reizdarmsyndrom, Reflux (GERD), Migräne/Kopfschmerzen, ADHS, Angst, Schlafstörungen und Bluthochdruck.
- Das respiratorische System bei Schlafapnoe:
- Differenzierung zwischen obstruktiver/zentraler Schlafapnoe, Vergleich von CPAP mit komplementären Verfahren und integrative Behandlungsansätze.
- Myofunktionelle & Orofaziale Übungen:
- Übungen zur Stärkung der oberen Atemwege (Zunge, Gaumen), Konzept des „Mewing“ und Korrektur von Kettenreaktionen wie chronischer Mundatmung.
- Mouth-Taping (Faktencheck):
- Nutzen, Studienlage und kritische Bewertung der Anwendung in der Praxis.
- Atemrhythmen & Physiologie:
- Klinische Begriffe (Tachypnoe, Bradypnoe, Hyper-/Hypoventilation) sowie Vergleich von hochfrequenter (Sympathikus) vs. niedrigfrequenter Atmung (Parasympathikus/Herzcoherence).
- Sicherheit & Zielgruppen:
- Kontraindikationen, Chronobiologie, Leitfäden für Stressanfällige, Leistungssportler (CO₂-Toleranz) und Kinder.
- Anhang 1 (Atemroutine):
- Neurobiologische Auswirkungen, Reflektionsbögen zur Eigenanalyse.
- Anhang 2 (Hilfsmittel & Schnarchprävention):
- Anwendung von Taping, Nasenstrips, Dilatatoren, Nasenreinigung, Protrusionsschienen und anatomischer Schlafpositionierung.
06 Modul 6 Anamneseverfahren in Atemtherapie und -coaching
Modul 6: Anamneseverfahren in Atemtherapie und -coaching
Dieses Modul vermittelt das unverzichtbare Handwerkszeug für eine professionelle, tiefgehende atemtherapeutische Anamnese und Befunderhebung. Du lernst, funktionelle Atemmusterstörungen, mechanisch-strukturelle Blockaden sowie umwelt- und lebensstilbedingte Atemeinschränkungen treffsicher zu diagnostizieren. Wir besprechen typische Patientenbeschreibungen und passen das Anamnesegespräch feinfühlig an unterschiedliche Altersgruppen an.
Neben einem umfassenden, strukturierten Fragenkatalog meisterst du die klassischen klinischen Untersuchungsmethoden der Lunge sowie den praktischen Einsatz moderner Messverfahren. Den Abschluss bilden die neurobiologischen Steuerungswege im Rahmen integrativer Top-Down- und Bottom-Up-Therapieansätze.
Inhalte dieses Moduls
- Diagnostik & Befunderhebung:
- Analyse von Atemmusterstörungen (Flachatmung, Hyperventilation), mechanischen Blockaden (Zwerchfell, Thoraxmobilität) sowie Differenzierung zwischen obstruktiven und restriktiven Einschränkungen.
- Bewertung psychosomatischer Trigger und lebensstilbedingter Faktoren.
- Anamnesegespräch:
- Techniken zur Klientenkommunikation, Umgang mit emotionalen Schilderungen und Anpassung der Anamnese für Kinder und Senioren.
- Untersuchungsmethoden:
- Beobachtung von Haltung und Bewegung, Anwendung des BOLT-Scores (Body Oxygen Level Test) und Interpretation ärztlicher Befunde.
- Strukturierter Fragenkatalog:
- Leitfaden zur Erfassung respiratorischer Historie, psychosomatischer Symptome, Lebensstil/Umwelt und Klientenziele.
- Klinische Lungenuntersuchung (IPPA-Schema):
- Inspektion: Thoraxform und Atembewegungen.
- Palpation: Stimmfremitus-Prüfung.
- Perkussion: Klopfschall und Lungenverschieblichkeit.
- Auskultation: Differenzierung normaler vs. pathologischer Atemgeräusche, Stridor und Bronchophonie.
- Funktionsprüfung: Integration von Spirometrie und Peakflow-Messungen.
- Neurobiologische Regulation:
- Verständnis von Top-Down-Regulation (kognitiv) vs. Bottom-Up-Regulation (somatisch).
- Praxis-Transfer: Autonome Regulation durch meditative Atemarbeit.
07 Modul 7 Gestaltung von atemtherapeutischen Seminaren, Beratungen und Einzelcoachings
Modul 7: Gestaltung von atemtherapeutischen Seminaren, Beratungen und Einzelcoachings
Dieses Modul transformiert dein erlerntes Fachwissen in ein erfolgreiches, rechtssicheres und hochprofessionelles Praxis- oder Kurskonzept. Du lernst die feinen Unterschiede in der Konzeption, Organisation und Durchführung von Gruppenangeboten im Vergleich zu individuellen Einzelberatungen kennen. Von der optimalen Raumakustik und passenden Musikauswahl über Marketing, Preisfindung und AGBs bis hin zu Krisenmanagement und der Kunst des „Raumhaltens“ (Holding Space) wird jeder Aspekt der Selbstständigkeit abgedeckt.
Zudem vertiefen wir die zielgerichtete Erstellung von Therapieplänen, die Verlaufs- und Progressionskontrolle mittels SMART-Zielen sowie den Einsatz des Atemtagebuchs als Coachingwerkzeug. Abgerundet wird das Modul durch wertvolle komplementäre Ansätze aus der Phytotherapie, Mykotherapie und dem Ayurveda, um deine Klienten ganzheitlich auf körperlicher und energetischer Ebene zu unterstützen.
Inhalte dieses Moduls
- Gruppenangebote: Didaktik für Seminare/Kurse, Raumgestaltung (Akustik/Energetik), Online- vs. Präsenzformate sowie rechtliche Grundlagen (Preise, AGB, Abgrenzung Heilkunde).
- Kunst der Gruppenleitung: Psychologisches „Raum halten“ (Holding Space) und der gezielte Einsatz von Musik zur Begleitung von Atemphasen.
- Therapieplanung im Einzelcoaching: Strategische Erstellung individueller Therapiepläne, Zielsetzung (SMART) und Progressionskontrolle.
- Methoden-Spezifikationen: Anwendung und Kombination von Buteyko, Middendorf, Holotropem Atmen, Wim-Hof, Pranayama und integrativen Ansätzen.
- Kommunikationspsychologie: Empathische Gesprächsführung und Nutzung des Atemtagebuchs als zentrales Coaching-Tool zur somatischen Achtsamkeit.
- Krisenmanagement & Praxisorganisation: Umgang mit Abreaktionen, Grenzen der Kompetenz (Verweis an Mediziner), Datenschutz (DSGVO) und Versicherungsfragen.
- Komplementäre Naturheilkunde: Phytotherapie (Schleimlöser/Bronchospasmolytika), Ayurvedische Kräuter (Prana-Vaha-Srotas), Adaptogene, Homöopathie und Mykotherapie (z.B. Reishi/Cordyceps).
- Anhang: Wissenschaftliche Tabellen zu Heilpflanzen, Adaptogenen und sekretolytischen Kräutern sowie umfangreiche Literaturempfehlungen.
08 Modul 8 Sport, Trauma-Arbeit und intime Lebensbereiche
Modul 8: Sport, Trauma-Arbeit und intime Lebensbereiche
Dieses vielseitige Modul widmet sich hochspezifischen und tiefgreifenden Anwendungsfeldern der Atemwissenschaft. Wir analysieren die Leistungsoptimierung im Sport durch gezieltes respiratorisches Muskeltraining sowie fortgeschrittene Konzepte wie Hypoxie-, Hyperkapnie- und simuliertes IHHT-Training. Ein weiterer, klinisch sensibler Schwerpunkt liegt auf der traumasensiblen Atemtherapie: Du lernst, vegetative Dysregulationen, Dissoziationen und somatische Entladungen im geschützten Rahmen zu begleiten.
Darüber hinaus beleuchten wir die oft übersehene funktionelle Koordination von Atmung und Schlucken (Dysphagie-Prävention) sowie effektive Atemstrategien zur Raucherentwöhnung. Den faszinierenden Abschluss bildet die Schnittstelle zwischen Atem, Hormonregulation, Sexualität und den zirkulären Atempraktiken des traditionellen Tantras.
Inhalte dieses Moduls
- Sport & Leistungsoptimierung:
- Respiratorisches Muskeltraining (Peak-Performance), Steuerung der Energiebereitstellung (Laktat/Sauerstoffschuld) und die drei Phasen der Sport-Atmung (Vorbereitung, Belastung, Regeneration).
- Techniken: Hypoxie- und Hyperkapnie-Training, IHHT-Simulation sowie biomechanische Koordination (Core-Aktivierung, Exzentrik/Konzentrik).
- Neuromuskuläre Koordination:
- Feinabstimmung von Schlucken und Atmung (Post-Swallow-Exhalation) zur Aspirationsprävention.
- Traumasensible Atemtherapie:
- Neurobiologische Grundlagen, Arbeit mit Dissoziation und körperlichen Entladungen (Tremor/Releases), sowie die Anwendung der Atempraxis als somatischer Anker (Erdung/Orientierung).
- Raucherentwöhnung:
- Einsatz der Atemtherapie bei akutem Substanzverlangen (Craving) und Strategien zur Lungenregeneration.
- Intimität & Sexualität:
- Einfluss der Atmung auf Libido und Durchblutung (Stickstoffmonoxid/NO), Atem-Synchronisation zur Stärkung der Paarbeziehung und zirkuläre Atempraktiken im Tantra.
✦ Praxis Erleben und Verkörpern der Atempraxis
Praxis: Erleben und Verkörpern der Atempraxis
Die Praxis-Abende bilden das energetische Herzstück deiner Ausbildung. Hier transformieren wir das theoretisch erworbene Wissen in gelebte Erfahrung. In einem geschützten Rahmen hast du die Gelegenheit, die gesamte Bandbreite der atemtherapeutischen Techniken am eigenen Körper zu erfahren, tief in die somatische Wahrnehmung einzutauchen und eine stabile, verkörperte Atempraxis zu etablieren.
Jede Session folgt dem Prinzip: Atmen, Spüren, Integrieren. Wir durchlaufen gezielte Atemsessions und achtsame Körperreisen, um die physiologischen und energetischen Wirkungen direkt zu verankern. Diese Abende dienen als Laboratorium für deine persönliche Entwicklung und als Vorbereitung auf die kompetente Begleitung deiner zukünftigen Klienten.
Kernaspekte der Praxis-Abende:
- Eintauchen: Angeleitete Atemreisen zur Bewusstseinserweiterung und tieferen Selbsterfahrung.
- Verkörpern: Direkter Transfer von theoretischen Modul-Inhalten in die somatische, körperliche Erfahrung.
- Integrieren: Strukturierter Austausch und Reflexion des Erlebten zur Festigung der therapeutischen Kompetenz.
Dies ist nicht nur eine Ausbildung – dies ist deine Eintrittskarte in eine neue Zukunft.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zur Ausbildung
Du hast noch Fragen zur Ausbildung Atemtherapie / Atemcoaching? Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Inhalte, Ablauf, Voraussetzungen und deine Möglichkeiten nach der Ausbildung.
Für wen ist diese Ausbildung geeignet?
Diese Ausbildung richtet sich an Menschen, die Atemarbeit fundiert erlernen und für die eigene Entwicklung oder professionell einsetzen möchten.
Besonders geeignet ist sie für:
- Atemtherapeut:innen und Atemcoaches
- Heilpraktiker:innen, Physiotherapeut:innen und Körpertherapeut:innen
- Coaches, Psycholog:innen und Mentaltrainer:innen
- Yogalehrer:innen und Meditationslehrer:innen
- Menschen aus Gesundheits-, Sport- und Wellnessberufen
- alle, die Atemarbeit für ihre persönliche Entwicklung und Atempraxis nutzen möchten
Du brauchst keinen bestimmten beruflichen Hintergrund. Entscheidend sind dein Interesse an der Atmung, deine Bereitschaft zu lernen und die Lust, dich auch praktisch und persönlich mit dem Atem auseinanderzusetzen.
Für wen ist die Ausbildung nicht geeignet?
Die Ausbildung ist nicht das Richtige für dich, wenn du ausschließlich schnelle Atemtechniken oder oberflächliche Breathwork-Übungen suchst.
Sie setzt die Bereitschaft voraus, dich intensiv mit Anatomie, Physiologie, Psychologie, Methodik und praktischer Atempraxis auseinanderzusetzen und deine eigene Praxis regelmäßig zu vertiefen.
Kann ich die Ausbildung auch machen, wenn ich Atemarbeit nur für mich selbst lernen möchte?
Ja.
Viele Teilnehmer:innen nutzen die Ausbildung, um ihre eigene Atmung besser zu verstehen, ihre Selbstwahrnehmung zu vertiefen und eine fundierte persönliche Atempraxis zu entwickeln.
Du musst also nicht vorhaben, später mit Klient:innen oder Patient:innen zu arbeiten.
Gibt es Zugangsvoraussetzungen?
Nein. Es sind keine medizinischen oder therapeutischen Vorkenntnisse erforderlich.
Du solltest jedoch ein grundlegendes Interesse an Atemarbeit mitbringen und bereit sein, sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen als auch die praktischen und erfahrungsorientierten Aspekte der Atmung zu erforschen.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Die Ausbildung umfasst insgesamt 55 Stunden Live-Ausbildung über mehrere Monate:
- 11 Intensivtermine am Sonntag – grundsätzlich im 14-tägigen Rhythmus, 10:00–13:00 Uhr (3 Zeitstunden / 4 UE)
- 22 begleitende Atempraxis-Abende am Montag – jeweils 19:00–20:00 Uhr (1 Zeitstunde)
- 1 individuelle Atem-Supervision – 60 Minuten 1:1 mit Dr. phil. Roman Sieler
- Zertifikat über die Ausbildung in Atemtherapie / Atemcoaching
An den Sonntagen beschäftigen wir uns intensiv mit den theoretischen und methodischen Grundlagen und setzen das Gelernte direkt praktisch um.
Montagabend steht die Atempraxis im Mittelpunkt: Du erlebst, erforschst und verkörperst das Wissen aus den Ausbildungsblöcken und entwickelst deine eigene Atempraxis weiter.
Die konkreten Termine der Ausbildungsrunde findest du im Bereich „Termine & Ausbildungsablauf“.
Was beinhaltet die individuelle Atem-Supervision?
Jede:r Teilnehmer:in erhält während der Ausbildung eine individuelle 60-minütige Atem-Supervision mit Dr. phil. Roman Sieler.
Diese 1:1-Einheit bietet dir Raum, deine persönlichen Erfahrungen mit dem Atem zu reflektieren, Fragen zu stellen und deine eigene Atempraxis zu vertiefen.
Je nach Anliegen können dabei unter anderem deine Atemwahrnehmung, Atemmuster, praktische Erfahrungen und die Umsetzung des Gelernten im Alltag oder in deinem beruflichen Kontext betrachtet werden.
Die Supervision findet individuell und persönlich mit mir statt – unabhängig von den gemeinsamen Atempraxis-Abenden.
Wie praxisnah ist die Online-Ausbildung?
Sehr praxisorientiert.
Theorie und Praxis gehören für mich untrennbar zusammen. Du lernst nicht nur, welche Atemtechnik wann eingesetzt werden kann, sondern auch, warum sie sinnvoll sein kann, welche physiologischen und psychologischen Zusammenhänge dahinterstehen und wie du Atemarbeit situationsgerecht anpassen kannst.
Du wirst verschiedene Atemzustände selbst erfahren, deine eigene Atempraxis entwickeln und lernen, Atemübungen bewusst auszuwählen und anzuleiten.
Dabei geht es auch darum, eigene Atemübungen und Atemrituale sinnvoll in deinen Alltag zu integrieren.
Wenn du bereits mit Menschen arbeitest, erhältst du außerdem Grundlagen und Werkzeuge, um Atemarbeit verantwortungsvoll in deinen beruflichen Kontext einzubinden.
Was unterscheidet diese Ausbildung von klassischen Breathwork-Kursen?
Die Ausbildung geht deutlich über das Erlernen einzelner Atemtechniken hinaus.
Fundiertes Wissen:
Du beschäftigst dich intensiv mit Anatomie, Physiologie und Psychologie
der Atmung. Dadurch verstehst du nicht nur, was du tust, sondern
auch die dahinterliegenden Zusammenhänge.
Ganzheitlicher Ansatz:
Neben aktivierenden Atemtechniken lernst du auch sanfte und regulierende
Atemarbeit kennen. Dabei betrachten wir die Atmung aus physiologischer,
psychologischer und auch traditioneller Perspektive.
Individuelle Anwendung:
Du lernst, Atemarbeit an unterschiedliche Menschen, Situationen und Ziele
anzupassen – und gleichzeitig deine eigene Atempraxis individuell zu entwickeln.
Verstehen statt Nachmachen:
Das Ziel ist nicht, möglichst viele Techniken auswendig zu kennen.
Du sollst den Atem verstehen und dadurch in der Lage sein, Atemarbeit
bewusst, differenziert und situationsgerecht einzusetzen.
Welche Atemtechniken werden vermittelt?
Du lernst eine breite Palette unterschiedlicher Atemmethoden kennen. Dazu gehören unter anderem:
- beruhigende und regulierende Atemtechniken
- Kohärenzatmung und Slow-Paced Breathing
- der physiologische Seufzer
- diaphragmale Atemtechniken
- Box Breathing und andere Zählzeit-Techniken
- Wechselatmung und verschiedene Pranayama-Techniken
- aktivierende Atemtechniken wie Kapalabhati und Bhastrika
- Atemmethoden aus unterschiedlichen Breathwork-Traditionen
- Methoden aus der Atemphysiotherapie
- Buteyko-orientierte Atemarbeit und CO₂-Toleranztraining
- Atemarbeit für Sport und Leistungsfähigkeit
- traditionelle Atempraktiken aus Yoga und anderen Bewegungstraditionen
- ausgewählte manuelle und körperorientierte Ansätze zur Unterstützung der Atmung
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Techniken zu sammeln.
Entscheidend ist ein tiefes Verständnis dafür, wie Atemarbeit funktioniert und wie du sie sinnvoll, individuell und verantwortungsvoll einsetzen kannst.
Was kann ich mit der Ausbildung anfangen?
Die Ausbildung eröffnet dir verschiedene Möglichkeiten – abhängig von deinem beruflichen Hintergrund und deinen jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen.
Als Atemcoach oder Atemberater:in:
Du kannst Menschen beispielsweise bei Themen wie Stressregulation,
Selbstwahrnehmung, Entspannung und persönlicher Entwicklung begleiten.
Als Therapeut:in oder Heilpraktiker:in:
Du kannst Atemarbeit in deinen bestehenden beruflichen Kontext integrieren,
soweit dies von deiner jeweiligen Qualifikation und Heilerlaubnis gedeckt ist.
Im Sport-, Gesundheits- oder Wellnessbereich:
Du kannst Atemarbeit beispielsweise in Kursen, Workshops oder individuellen
Angeboten einsetzen.
Und natürlich kannst du die Ausbildung auch ausschließlich für deine eigene persönliche Entwicklung und Atempraxis nutzen.
Wichtig: Die Ausbildung ersetzt keine staatliche Berufszulassung und verleiht keine Heilerlaubnis. Welche Tätigkeiten du anschließend ausüben darfst, hängt von deinem jeweiligen beruflichen Hintergrund und den geltenden gesetzlichen Vorgaben ab.
Gibt es eine Prüfung oder Zertifizierung?
Es gibt keine klassische schriftliche Abschlussprüfung.
Die Ausbildung ist praxisorientiert aufgebaut. Voraussetzung für das Zertifikat ist die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung und die aktive Auseinandersetzung mit den vermittelten Inhalten und der eigenen Atempraxis.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhältst du ein Zertifikat über die Ausbildung in Atemtherapie / Atemcoaching.
Welche Berufsbezeichnung kann ich nach der Ausbildung verwenden?
Das hängt von deinem beruflichen Hintergrund und deiner bestehenden Qualifikation ab.
Die Ausbildung vermittelt dir fundierte Kenntnisse und praktische Kompetenzen in der Atemarbeit. Sie verleiht jedoch keine staatliche Heilerlaubnis und ersetzt keine gesetzlich vorgeschriebene Berufszulassung.
Wenn du bereits über eine entsprechende Heilerlaubnis oder einen Gesundheitsfachberuf verfügst, kannst du Atemarbeit im Rahmen deiner jeweiligen beruflichen Befugnisse einsetzen.
Ohne Heilerlaubnis eignen sich beispielsweise Bezeichnungen wie Atemcoach oder Atemberater:in, sofern die konkrete Tätigkeit und Außendarstellung rechtlich zulässig sind.
Wenn du unsicher bist, welche Tätigkeiten und Bezeichnungen für deinen individuellen beruflichen Hintergrund zulässig sind, solltest du dies rechtlich prüfen lassen.
Wie melde ich mich an?
Ganz einfach: Über den Anmeldebutton auf dieser Seite kannst du dir deinen Platz in der nächsten Ausbildungsrunde sichern.
Wenn du vorab Fragen hast oder herausfinden möchtest, ob die Ausbildung zu dir und deinen Zielen passt, kannst du außerdem ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren.
Gibt es eine Ratenzahlung?
Ja. Wir bieten auch Ratenzahlung an.
Wenn du die Ausbildung in Raten bezahlen möchtest, kontaktiere uns gerne für die aktuellen Möglichkeiten.
Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse oder Studien zur Wirkung von Atemarbeit?
Ja. Die wissenschaftliche Forschung zu Atemtraining und verschiedenen Ateminterventionen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Untersucht wurden unter anderem mögliche Effekte auf Stress und Angst, autonome Regulation, Blutdruck, Schlaf, Atemwegserkrankungen, körperliche Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden.
Dabei unterscheiden sich die untersuchten Atemmethoden, Zielgruppen und Studienqualitäten teilweise erheblich. Die folgenden Ergebnisse geben einen Überblick über einige Bereiche, in denen wissenschaftliche Untersuchungen interessante bzw. positive Effekte beschrieben haben:
- Bluthochdruck (Hypertonie):
Gezieltes Atemtraining kann zur Senkung des Blutdrucks beitragen. Eine Studie untersuchte beispielsweise eine Form der Widerstandsatmung und zeigte bereits bei wenigen Minuten täglicher Anwendung relevante Verbesserungen des Blutdrucks. Studien hierzu können hier und hier nachgelesen werden.
Ich habe dies auch hier näher dargestellt. - Asthma:
Atemtherapeutische Ansätze wurden auch bei Asthma untersucht. Eine Auswertung zeigte unter anderem Verbesserungen bei Angst und Depression sowie Hinweise auf eine bessere Asthmakontrolle. Dies kann hier und hier nachgelesen werden.
Hier habe ich mehr zu Atemtherapie und Asthma geschrieben. - Herz-Kreislauf-Gesundheit:
Atemübungen können verschiedene Parameter der Herz-Kreislauf-Regulation beeinflussen, unter anderem Herzfrequenz und Blutdruck. Übersichtsarbeiten zeigen interessante Zusammenhänge zwischen Atemtraining, autonomer Regulation und kardiovaskulären Parametern. Weitere Informationen finden sich hier und hier. - Angst und Depression:
Studien weisen darauf hin, dass verschiedene Ateminterventionen positive Effekte auf Angst, Stress und depressive Symptome haben können. Eine Übersicht zur Forschung rund um Ateminterventionen bei Angst und Depression findet sich hier.
Ich selbst habe hier und hier mehr dazu geschrieben. - Burnout und Burnout-Prophylaxe:
Atemarbeit kann einen Ansatz zur Unterstützung der Stressregulation darstellen. Untersuchungen zur Atemtherapie zeigen unter anderem mögliche positive Effekte auf Stresswahrnehmung, Entspannung und den Umgang mit Belastung. Eine entsprechende Untersuchung findest du hier. - Chronische Rücken- und Nackenschmerzen:
Auch bei chronischen Schmerzen wurden Zusammenhänge zwischen Atemarbeit, Körperwahrnehmung, Entspannung und Schmerzempfinden untersucht. Die Forschung zeigt hier interessante Hinweise auf mögliche positive Effekte. Weitere Informationen finden sich beispielsweise hier, hier und hier.
Hier habe ich mehr zu Atem und Schmerz geschrieben. - Stressbedingte Probleme und funktionelle Beschwerden:
Atemarbeit wird auch im Zusammenhang mit Stress, autonomer Regulation und funktionellen Beschwerden untersucht. Insbesondere langsame, bewusste Atemformen können die autonome Regulation und das subjektive Stressempfinden beeinflussen. Auch bei stressassoziierten Beschwerden wie Reizdarm gibt es erste interessante Hinweise auf mögliche positive Effekte von Atemübungen. - Lungenfunktion:
Bei Menschen mit Asthma wurden in verschiedenen Untersuchungen auch Auswirkungen von Atemübungen auf Parameter der Lungenfunktion, beispielsweise FEV1 und Peak Flow, untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Atemtrainings einen positiven Einfluss auf die Atemfunktion haben können. - Schlaf und Schlafqualität:
Langsame Atemübungen werden zunehmend auch im Zusammenhang mit Schlafqualität und Entspannung untersucht. Die Forschung weist auf mögliche positive Effekte auf das Einschlafen, die Schlafqualität und die autonome Regulation hin. Entsprechende Studien können hier, hier und hier nachgelesen werden. - Medikamentenverbrauch:
In einzelnen Untersuchungen, insbesondere im Bereich von Asthma, wurden auch Veränderungen beim Medikamentenbedarf im Zusammenhang mit Ateminterventionen beschrieben. Solche Ergebnisse sind jedoch immer im Kontext der jeweiligen Studie zu betrachten. Atemarbeit sollte daher als mögliche ergänzende Maßnahme verstanden werden und nicht als Ersatz für notwendige Medikamente. - Sicherheit:
Atemübungen sind bei sachgemäßer Auswahl und Anleitung für viele Menschen gut verträglich. Gleichzeitig hängt die Sicherheit stark von der jeweiligen Atemtechnik, der Intensität, der gesundheitlichen Situation und der fachgerechten Anleitung ab. Gerade bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten sollte Atemarbeit entsprechend angepasst und gegebenenfalls mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse unterstützen damit die weitere Erforschung und den sinnvollen Einsatz von Atemarbeit in unterschiedlichen Bereichen. Gleichzeitig ist es wichtig, zwischen einzelnen Atemtechniken, Atemtraining und therapeutischer Anwendung zu unterscheiden und die jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen realistisch einzuschätzen.
Atemarbeit kann eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt bei Erkrankungen jedoch keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
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