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Adaptogene: Superkräfte aus der Natur?

Adaptogene: Superkräfte aus der Natur?

In der heutigen schnelllebigen Welt, in der Stress und Belastungen allgegenwärtig sind, suchen viele Menschen nach natürlichen Möglichkeiten, um ihre Widerstandsfähigkeit und ihr Wohlbefinden zu stärken. Eine vielversprechende Gruppe von natürlichen Stoffen, die dabei helfen können, sind die sogenannten „Adaptogene“.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit diesen Adaptogenen und sehen, was sie besonders macht. Wir beantworten, wie man sie einsetzen kann um seine Gesundheit zu fördern, seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, den Schlaf zu verbessern, Stress zu lindern und vieles mehr. 

„Adaptogen“ ist ein Begriff für bestimmte Substanzen, die dem Körper helfen sollen, besser mit Stress klarzukommen.

Was sind Adaptogene?

Was sind diese Adaptogene? Und was macht sie besonders? Handelt es sich schlicht um Nahrungsergänzungsmittel? Oder um Heilpflanzen? Und weshalb und wann sollte man überhaupt Adaptogene einnehmen?

„Adaptogen“ ist ein Begriff für bestimmte Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel, vor allem aber für eine Reihe von Pflanzen und Pilzen. Diese sollen dem Körper helfen, besser mit Stress klarzukommen. 

Die Geschichte der Adaptogene

Der Begriff „Adaptogen“ wurde erstmals in den 1940er Jahren von dem russischen Pharmakologen und Toxikologen Dr. Nikolai Lazarev geprägt. Er verwendete den Begriff Adaptogen um Substanzen zu beschreiben, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber Stress und Krankheiten erhöhen können. Zusammen mit Kollegen begann er, eine Vielzahl von Substanzen zu untersuchen, die aus Pflanzen und Nahrungsmitteln gewonnen wurden. Die Idee der Adaptogene entstand also, als Wissenschaftler nach Wegen suchten, um die Ausdauer zu steigern und die Müdigkeit bei intensiver körperlicher Aktivität und unter extremen Umweltbedingungen zu reduzieren.

Dennoch dürfen wir Adaptogene nicht als Entdeckung der Neuzeit verstehen. Denn die erforschten Substanzen sind in ihren jeweiligen Ursprungsgebieten schon seit langer Zeit aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorzüge Bestandteil der Medizin oder der Ernährung. Ashwagandha oder Brahmi beispielsweise sind aus der ayurvedischen Medizin ebenso wenig wegzudenken wie Ginseng oder Schisandra aus der Chinesischen Medizin—alle vier gelten als wichtige Adaptogene.

Neuere Forschungen allerdings unterzogen die Adaptogene auch Studien zur Verlangsamung des Alterungsprozesses oder zu deren Potential in der Behandlung von Krebserkrankungen. Auch wird die Liste der Anwendungsmöglichkeiten der Adaptogene immer wieder erweitert.

Ashwagandha, die indische Schlafbeere, gilt als eine der wichtigsten adaptogenen Pflanzen.

Adaptogene erhöhen die Stressresistenz eines Menschen, indem sie seine Anpassungs- und Überlebensfähigkeit steigern.

Die verschiedenen Formen von Stress

Zumeist, wenn wir von Stress sprechen, meinen wir mentale Belastungen. Dies ist allerdings nur ein Aspekt von Stress. Denn Stress kann in verschiedenen Formen auftreten und sich auf unterschiedliche Bereiche des Lebens auswirken. Zumindest 3 Formen lassen sich unterscheiden:

  • Mentaler Stress: dieser bezieht sich auf Belastungen, die durch mentale oder emotionale Anforderungen entstehen, wie z.B. hohe Arbeitsbelastung, Prüfungsdruck, zwischenmenschliche Konflikte oder finanzielle Sorgen. Solch geistiger Stress kann sich auch körperlich bemerkbar machen, z.B. durch Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden.
  • Körperlicher Stress: entsteht durch physische Belastungen oder Verletzungen, die den Körper herausfordern, wie z.B. intensive körperliche Aktivität, unzureichende Erholung, Verletzungen oder Krankheiten. Langfristiger körperlicher Stress führt zu Schmerzen, Entzündungen, schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen.
  • Zellulärer Stress: Stress auf zellulärer Ebene entsteht z.B. durch oxidativen Stress, Entzündungen oder Toxine. Dieser kann die normale Funktion der Zellen beeinträchtigen und zu Zellschäden, Alterungsprozessen und Krankheiten führen. Zwar verfügt der Körper über Mechanismen, um zellulären Stress abzubauen und die Zellen zu schützen, aber bei anhaltendem oder übermäßigem und anhaltendem Stress können diese Mechanismen überlastet werden und zu Langzeitproblemen führen.

Übrigens macht die Dosis das Gift, auch bei Stress. Ein gewisse Maß an bestimmten Formen von Stress ist sogar gesund. Und so unterscheidet man auch in guten Stress und in schlechten Stress. Ich habe über dieses Thema bereits hier geschrieben.

Auswirkungen von Stress

Stress kann eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf den Körper und die Gesundheit haben, wenn er lange besteht und nicht angemessen bewältigt wird. Hier sind einige der möglichen Folgen von chronischem oder übermäßigem Stress:

  • Psychische Gesundheit: Chronischer Stress kann zu Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsproblemen und anderen psychischen Beschwerden führen.
  • Körperliche Gesundheit: Stress kann zu einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden führen, wie z.B. Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Problemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Immunschwäche, Hautproblemen und anderen Gesundheitsproblemen.
  • Immunsystem: Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten erhöhen.
  • Herz-Kreislauf-System: Langfristiger Stress kann zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
  • Verdauungssystem: Stress kann Verdauungsprobleme wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung und Reizdarmsyndrom verursachen oder verschlimmern.
  • Hormonelles Gleichgewicht: Stress kann das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen und zu hormonellen Störungen wie z.B. Schilddrüsenproblemen, Diabetes, Fertilitätsproblemen und anderen hormonellen Erkrankungen führen.
  • Gewichtszunahme: Chronischer Stress kann zu einem gesteigerten Appetit, Heißhungerattacken und einer erhöhten Aufnahme von ungesunden Lebensmitteln führen, was zu Gewichtszunahme und Adipositas führen kann.

Dies erklärt, warum Stress ein so großer Gesundheitsfaktor ist. Durch eine gezielte Stressbewältigung und den Einsatz von Adaptogenen können die Auswirkungen von Stress reduziert und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden.

Welche Adaptogene gibt es?

Zu den Adaptogenen zählen:

Ashwagandha (Withania somnifera) oder Schlafbeere

Wichtige Heilpflanze im Ayurveda. Die Wurzel der Ashwagandha-Pflanze enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, darunter Withanolide, Alkaloide und Flavonoide, die für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt sind.

  • Gleicht das Hormonsystem aus und reguliert die Stressreaktion des Körpers.
  • Verbessert die kognitiven Funktionen.
  • Stärkt das Immunsystems
  • Hemmt Entzündungen
  • Verbessert die Schlafqualität
Ashwagandha gilt als ein Adaptogen.
Ginseng (Panax ginseng

Wohl eine der bekanntesten Heilpflanzen der Chinesischen Medizintradition. Zu den durch Studien untersuchten Wirkungen zählen:

  • Verbesserung der kognitiven Funktionen
  • Steigerung der Energie und Ausdauer
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stressabbau durch Ausgleich des Hormonsystems und Regulation der Stressreaktion
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Verbesserung der sexuellen Funktion und Libido
Ginseng gilt als ein Adaptogen.
Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Eine Heilpflanze, die traditionell zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und anderen psychischen Beschwerden eingesetzt wird. Zu ihrem Wirkungsspektrum gehört:

  • Antidepressive Wirkung: Johanniskraut wird häufig zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Es wird angenommen, dass die bioaktiven Verbindungen im Johanniskraut, wie z.B. Hypericin und Hyperforin, die Serotonin-, Noradrenalin- und Dopaminwiederaufnahme im Gehirn beeinflussen und so die Stimmung verbessern können.
  • Angstlösende Wirkung
  • Schlafverbessernde Wirkung
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Wundheilung
Johanniskraut gilt als ein Adaptogen.
Gotu Kola (Centella asiatica) oder Indischer Wassernabel

eine Heilpflanze sowohl in der ayurvedischen als auch in der chinesischen Medizintradition. Zu ihren Wirkungsweisen zählen:

  • Verbesserung des Gedächtnisses und der kognitiven Funktionen und der Funktionen des Nervensystems
  • Stressabbau
  • Hautgesundheit: Gotu Kola wird auch zur Förderung der Hautgesundheit eingesetzt, da es entzündungshemmende, antioxidative und regenerierende Eigenschaften hat. Es kann bei Hautproblemen wie Akne, Ekzemen, Wundheilung und Narbenbildung helfen.
  • Venengesundheit: Gotu Kola wird manchmal zur Unterstützung der Venengesundheit und zur Behandlung von Venenleiden wie Krampfadern, Ödemen und Cellulite eingesetzt. Es kann die Durchblutung fördern und die Elastizität der Blutgefäße verbessern.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Gotu Kola hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen im Körper helfen, wie z.B. Arthritis, Rheuma oder Entzündungen des Magen-Darm-Trakts.
Gotu Kola gilt als ein Adaptogen.
Rosenwurz (Rhodiola rosea

Eine traditionelle Heilpflanze in der sibirischen Volksmedizin. Zur Wirkung Rhodiola rosea zählt man:

  • Stressabbau
  • Energie und Ausdauer: Rhodiola Rosea kann die Ermüdung reduzieren und die Energieproduktion im Körper steigern.
  • Stimmungsaufhellung: kann dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern und die Symptome von Depressionen, Angstzuständen und Stress zu lindern. Es wird angenommen, dass Rhodiola Rosea die Produktion von Serotonin, Dopamin und anderen Neurotransmittern im Gehirn beeinflussen kann.
  • Immunsystem: kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten zu unterstützen. Es hat entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die die Gesundheit von Zellen und Geweben fördern können.
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen: Es kann die Durchblutung des Gehirns fördern und die Funktion des Nervensystems unterstützen.
Rosenwurz gilt als ein Adaptogen.
Reishi (Ganoderma lucidum), Lingzhi oder Glänzender Lackporling

Ein Heilpilz der chinesischen Medizintradition. Zu seinem Wirkungsspektrum zählen:

  •  Immunsystem: Der Reishi-Pilz wird oft als Immunmodulator bezeichnet, da er dazu beitragen kann, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten zu unterstützen. Er enthält bioaktive Verbindungen, wie z.B. Polysaccharide und Triterpene, die entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften haben.
  • Stressabbau: Reishi wird auch als Adaptogen betrachtet und kann dazu beitragen, den Körper widerstandsfähiger gegen Stress zu machen, indem er das Hormonsystem ausgleicht und die Stressreaktion des Körpers reguliert.
  • Schlaf und Entspannung: Reishi wird traditionell zur Förderung von Entspannung und Schlaf eingesetzt, da er beruhigende und stressreduzierende Eigenschaften haben soll. Er kann dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern und Schlafstörungen zu reduzieren.
  • Herzgesundheit: Reishi kann dazu beitragen, das Herz-Kreislauf-System zu unterstützen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Er kann den Blutdruck regulieren, den Cholesterinspiegel senken und die Durchblutung verbessern.
  • Lebergesundheit: Reishi wird auch zur Unterstützung der Lebergesundheit eingesetzt, da er entgiftende und schützende Eigenschaften haben kann. Er kann die Leberfunktion verbessern und die Regeneration von Lebergewebe fördern.
Reishi gilt als ein Adaptogen.
Tragant (Astragalus

Eine Heilpflanze der chinesischen Medizintradition.

  • Schleimstoffe: Tragant enthält hohe Mengen an Schleimstoffen mit entzündungshemmenden und reizlindernden Eigenschaften bei Magen-Darm-Beschwerden oder Entzündungen
  • fördert die Regeneration geschädigter Gewebe fördert
  • Hustenreizlinderung: Tragant wird manchmal zur Behandlung von Husten eingesetzt, da die Schleimstoffe dabei helfen können, den Hustenreiz zu lindern und die Schleimproduktion in den Atemwegen zu regulieren
  • Wundheilung: Tragant wird auch äußerlich angewendet, um die Wundheilung zu fördern und Hautirritationen, Verbrennungen oder Hautausschläge zu behandeln
Tragant gilt als ein Adaptogen.
Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) oder Sibirischer Ginseng

Die Taigawurzel, auch bekannt als Sibirischer Ginseng, ist eine adaptogene Pflanze, die traditionell in der russischen und chinesischen Medizin verwendet wird. Ihre Wirkung umfassen:

  • Stressabbau
  • Energie und Ausdauer: Taigawurzel wird häufig zur Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie zur Verbesserung der Ausdauer eingesetzt
  • Immunsystem: Taigawurzel kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten zu unterstützen. Sie hat entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die die Gesundheit von Zellen und Geweben fördern können
  • Stimmungsaufhellung: Taigawurzel kann dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern und die Symptome von Depressionen, Angstzuständen und Stress zu lindern
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen: Taigawurzel wird auch zur Verbesserung der kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit eingesetzt
Taigawurzel gilt als ein Adaptogen.
Brahmi (Bacopa monnieri) oder Kleines Fettblatt 

Brahmi ist eine Heilpflanze, die in der ayurvedischen Medizin seit Jahrhunderten verwendet wird.

  • Brahmi wird traditionell zur Verbesserung der Gedächtnisleistung, Konzentration und kognitiven Funktionen eingesetzt. Es wird angenommen, dass die bioaktiven Verbindungen in Brahmi die Durchblutung des Gehirns fördern und die Funktion des Nervensystems unterstützen können
  • Stressabbau
  • Stimmungsaufhellung
  • Schlaf und Entspannung: Brahmi hat beruhigende und stressreduzierende Eigenschaften und kann die Schlafqualität verbessern
  • Hautgesundheit: Brahmi kann die Regeneration von Hautgewebe unterstützen und die Haut beruhigen
Brahmi gilt als ein Adaptogen.
Cordyceps 

Cordyceps ist ein Heilpilz, der in der chinesischen Heilkunst eine lange Tradition hat. Zu seinen Vorzügen zählen:

  • Cordyceps wird oft zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Ausdauer eingesetzt
  • Stärkung des Immunsystems und Unterstützung der Abwehrkräfte
  • Stressabbau
  • Atemwegsgesundheit: Cordyceps wird manchmal zur Unterstützung der Atemwegsgesundheit eingesetzt, da er entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften haben kann. Er kann bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis oder Husten helfen
  • Lebergesundheit: Cordyceps wird auch zur Unterstützung der Lebergesundheit eingesetzt, da er entgiftende und schützende Eigenschaften haben kann. Er kann die Leberfunktion verbessern und die Regeneration von Lebergewebe fördern
  • Verbessert die Stimmung, hat antidepressive Wirkung
  • Stärkt Libido und Potenz
  • kann Bluthochdruck senken
Cordyceps gilt als ein Adaptogen.
Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) oder Unsterblichkeitskraut

Jiaogulan, auch bekannt als „Unsterblichkeitskraut“ oder „Gynostemma pentaphyllum“, ist eine Pflanze, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird. 

  • Adaptogen: kann dazu beitragen kann, den Körper widerstandsfähiger gegen Stress zu machen
  • kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten zu unterstützen
  • Es kann die Ermüdung reduzieren, die Sauerstoffaufnahme verbessern und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern
  • Jiaogulan kann den Stoffwechsel unterstützen und die Regulierung von Blutzucker- und Cholesterinspiegeln im Körper fördern
  • Entspannung und Schlaf: es hat beruhigende und stressreduzierende Eigenschaften
Jiaogulan gilt als ein Adaptogen.

Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine vollständige Liste. Insbesondere die folgenden Pflanzen werden zu den Adaptogenen gezählt:

  • Tulsi (Ocimum tenuiflorum) oder Heiliges Basilikum, Indisches Basilikum
  • Maca (Lepidium meyenii), oder Peru-Ginseng
  • Schisandra (Schisandra chinensis) oder chinesisches Spaltkörbchen
  • Guduchi (Tinospora cordifolia)
  • Sambung Nyawa (Gynura procumbens)
  • Fo-Tieng (Polygonum multiflorum) oder Vielblütiger Knöterich
  • Wilde Yamswurzel (Dioscorea villosa)
Bei Adaptogenen handelt es sich um verschiedene Substanzen, die entsprechend auch unterschiedliche Wirkungen haben können.

Wie wirken Adaptogene?

Adaptogene sind natürliche Substanzen, die dazu beitragen können, den Körper widerstandsfähiger gegen Stress zu machen, indem sie das Gleichgewicht und die Regulation des Hormon- und Nervensystems unterstützen. Diese Superkräfte aus der Natur haben eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin und werden heute zunehmend auch in der modernen Naturheilkunde eingesetzt.

Verschiedene Adaptogene werden in wissenschaftlichen Studien (1, 2, 3, 4) immer wieder auf ihre Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten hin untersucht. So konnte unter anderem gezeigt werden, dass Adaptogene vielseitige positive Auswirkungen auf chronische Entzündungen, Atherosklerose, neurodegenerative kognitive Störungen oder Stoffwechselstörungen haben. Aktuelle und potenzielle Anwendungen von Adaptogenen beziehen sich hauptsächlich auf stressbedingte Müdigkeit und kognitive Funktionen oder psychische Erkrankungen. Prophylaktisch finden sie Verwendung zur Stressminderung und zur Vorbeugung altersbedingter Krankheiten. Adaptogene können bei der Prophylaxe und Behandlung von Virusinfektionen nützlich sein, ebenso wie bei deren Therapie, speziell durch ihre entzündungshemmende und antivirale Wirkung. Einige Adaptogene können die Hautbarriere reparieren , indem sie z.B. Entzündungen hemmen, was letztlich die Behandlung von Hautkrankheiten ermöglicht und die Gesundheit der Haut aufrechterhalten kann. Insbesondere die positive Wirkung auf Schlafqualität und Stressresistenz ist eine der zentralen Wirkungsweisen der Adaptogene.

Da es sich bei der Kategorie Adaptogene allerdings um unterschiedliche Substanzen handelt, lässt sich kaum eine einheitliche Wirkung beschreiben. Unterschiedliche Adaptogene haben dementsprechend auch unterschiedliche Einsatzgebiete.

Wie sollte man Adaptogene anwenden?

Da es sich bei den beschriebenen Substanzen meist um Heilpflanzen und Heilpilze handelt, deren Wirkungsweisen nicht einheitlich sind und zudem von der Darreichungsform und -dauer abhängen, ist von einer experimentellen Selbstanwendung der Adaptogene abzuraten. Auch wenn es sich in den meisten Fällen um gut verträgliche Mittel handelt, sollte immer ein erfahrener Therapeut bei der Behandlung von Beschwerden zu Rate gezogen werden.

Falls Sie Interesse an einer Adaptogenen Therapie oder Fragen zu den Adaptogenen oder ganz allgemein zu Heilpflanzen haben, kontaktieren Sie mich gerne!

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